Pflegesymbole und Textilpflege

Pflegesymbole

Das kleine Zettelchen an der Innennaht verrät uns, wie wir unser Lieblingsstück behandeln sollten, damit es uns lange erhalten und in Form bleibt! Vorausgesetzt natürlich, wir können Hieroglyphen darauf auch wirklich entziffern!

Auf dieser Seite haben wir Ihnen daher ein kleines "Hieroglyphen-ABC" zusammengestellt. Für den Fall, dass Ihnen die ein oder andere Bedeutung der Pflegesymbole einmal entfallen sein sollte.

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Vor dem Waschen

Gut vorbereitet

Eine gute und sorgfältige Vorbereitung ist die halbe Miete: Diese Binsenweisheit gilt auch für das Waschen.
Waschen
Deshalb haben wir Ihnen an dieser Stellenoch einmal alle Informationen zusammengestellt, die Sie vor dem Drücken des Startknopfs Ihrer Waschmaschine berücksichtigen sollten.

„Links vor rechts“

So lautet beim Waschen die Regel. Zumindest bei Bettwäsche, Jeans, Cordhosen, Nickipullover, aber vor allem auch bei Wäsche mit Glanzbeschichtung. Denn diese sollten stets auf der linken Seite gewaschen werden. Das schont die Materialien und ihre Nerven.

Wasch- und Schließgesellschaft

Mit dieser Eselsbrücke wollen wir Sie daran erinnern, stets alle Reißverschlüsse an ihrer Wäsche zu schließen, damit diese beim Waschen nicht kaputt gehen.

Intimes Innenleben

Feine Wäsche wie zum Beispiel Stricksachen und Spitzendessous sollten Sie in einen Wäschesack geben oder – falls dieser nicht vorhanden – in einen Kopfkissenbezug. Das schont Ihre Wäsche. Ebenso sollten sie mit BHs verfahren, hier aber vor allem im Sinne ihrer Waschmaschine, denn BH-Bügel haben schon so manche Waschmaschine ruiniert.

Waschmittel

Kleine Waschmittel-Lehre

Was früher einmal der Job einfacher Seife war, haben heute längst komplex zusammengesetzte Spezialisten übernommen.

Die verschiedenen Produkte, die wir zum Waschen unserer Kleidung verwenden, bestehen generell aus dem eigentlichen "Waschmittel" (Waschrohstoffen) und zahlreichen Zusätzen, welche den Waschvorgang unterstützen und verbessern sollen.

Unterschieden werden Voll-, Bunt-, Fein- und Synthetikwaschmittel

Auch für schwarze Wäsche gibt es mittlerweile eigene Waschmittel.

Vollwaschmittel

Das sind sozusagen die Generalisten unter den Waschmitteln und für alle Waschtemperaturen geeignet.

Sie setzen sich aus folgenden Substanzen zusammen:

30 bis 40 Prozent Komplexbildner zur Wasserenthärtung, 

20 bis 30 Prozent Bleichmittel 

sowie in geringen Mengen (bis zu 4 Prozent) Bleichmittelstabilisatoren
(diese verhindern die Zersetzung der Bleichmittel bei hohen Waschtemperaturen) und Schaumregulatoren.

Daneben finden sich noch Inhibitoren gegen Vergrauung (1 bis 2 Prozent) und gegen die Korrision ihrer Waschmaschine (5 Prozent).

Außerdem enthalten Vollwaschmittel Spuren von optischen Aufhellern, zwischen 0,1 und 0,3 Prozent sowie Enzymen, zwischen 0,1 und 1 Prozent, welche dem Auswaschen eiweißhaltiger Flecken dienen. Der Rest besteht aus Parfumölen und Füllstoffen.

Bunt- und Synthetikwaschmittel

Diese Produkte sind für Wäsche bis 60 Grad geeignet. Sie dienen zur Wäsche farbiger Textilien aus Chemiefasern oder Mischgeweben. Sie enthalten daher keine Bleichmittel und Korrisionsinhibatoren. Dafür aber einen höheren Anteil an Komplexbildner, zwischen 35 und 60 Prozent.

Feinwaschmittel

Sie dienen, wie der Name schon sagt, für das Waschen empfindlicher Stoffe wie Wolle oder Seide sowie bestimmte Chemiefasern bis 30 Grad. In ihnen ist der Anteil an Waschrohstoffen höher, bis zu 35 Prozent. Dafür fehlen Bleichmittel und Aufheller sowie die Korrisionsinhibatoren.

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Waschen und Pflegen

Wellness für die Wäsche

Pflege tut gut und erhält die Gesundheit. Das gilt auch für unsere Kleidung. Hier einige Tipps, wie Sie Ihre verschiedenen Kleidungsstücke pflegen und besonders schonend waschen können.

Nach dem Wasser ins Wasser: Badeanzüge und Badehosen

Gleich nach dem Schwimmen sollten Sie Ihre Badebekleidung mit klarem Leitungswasser auswaschen. Wenn sie verschmutzt ist, sollten Sie sie mit Feinwaschmittel von Hand auswaschen und anschließend an der Luft trocknen, dabei aber direktes Sonnenlicht vermeiden. Benutzen Sie niemals einen Trockner, dieser könnte die feinen Fasern beschädigen.

Ein Kessel Buntes: Buntwäsche

Buntwäsche sollten Sie am besten mit flüssigem Feinwaschmittel waschen, denn dieses enthält keine Aufheller. Dadurch bleiben Ihre Farben frisch. Buntes sollten Sie auch niemals in der Sonne trocknen, denn diese bleicht die Farben aus.

Schwarz-Weiß: Dunkle Textilien

Wenn Ihre dunkle Wäsche weiße Flecken hat, dann könnte es sich um Pulverspuren handeln. Verwenden Sie einfach Flüssigwaschmittel und schon umgehen Sie dieses Problem. Ein kleiner Zusatztipp: Waschen Sie Ihre Wäsche stets auf der linken Seite, um streifenfreie Sauberkeit zu bekommen.

Leinwandfrei: Pflege von Leinen

Leinen verträgt hohe Waschtemperaturen, sehen Sie auf dem Etikett nach, bei welchen Temperaturen Sie das jeweilige Kleidungsstück waschen dürfen. Doch kann es vorkommen, dass Leinen nicht farbecht ist. Mit einem einfachen Trick können Sie die Farbechtheit überprüfen: Legen Sie eine Ecke des Textils zwischen zwei weiße Stoffe und bügeln Sie mit einem heißen Dampfbügeleisen darüber. Nun können Sie sehen, ob der Stoff abfärbt. Bügeln Sie Leinen bei hoher Temperatur, wenn der Stoff noch leicht feucht ist. Sollte es "störrische" Knitterfalten geben, so verwenden Sie am besten Sprühstärke.

Weißmacher: Weiße Wäsche

Weiß ist nicht gleich weiß, wenn Wäsche wieder weißer werden soll, dann geben Sie einfach etwas Fleckensalz dazu und waschen Ihre weiße Wäsche so heiß, wie möglich – aber beachten Sie dabei bitte die Hinweise auf dem Pflegeetikett. Danach sollte sie wieder richtig schön weiß sein. Sollte ihre weiße Wäsche sich durch das Bügeln gelblich verfärben, dann sofort das Kleidungsstück mit Essig auswaschen. Heißer Tipp für Dessous: Verwenden Sie Ihren Gardinenreiniger auch für Ihre Spitzenwäsche. Dieses Waschmittel ist auf weiße Kunst- und Mischfasern abgestimmt, egal ob Gardine oder Dessous.

Messerscharf: Wollkügelchen auf Pullis

Sie sind ärgerlich aber unvermeidlich, die kleinen Kügelchen auf Ihren Wolltextilien. Doch wie sie wieder loswerden? Mit einem Fussel-Rasierer, den Sie im Handel erhalten. Ein Trockenrasierer mit Scherblatt tut es aber auch.  

Cool bleiben: Wollsachen

Wolle hat so ihr Eigenleben und will entsprechend behandelt werden. Das Wasser darf nicht allzu warm sein, zum Nachspülen geben Sie dem lauwarmen Wasser einen Schuss Essig hinzu. Wenn Sie Ihre Wolle mit einem entsprechenden Schonprogramm in der Maschine waschen wollen, schonen Sie die Wäsche mit einem Kleidersack. Zur Not tut's auch ein Kopfkissenbezug. Stricksachen sollten stets im Liegen getrocknet werden – zuvor bitte in einem Frotteetuch ausdrücken. Kratzen Ihre Pullover auch nach der Wäsche? Kühlen Kopf bewahren und die Wolle abkühlen. Ein kurzer Aufenthalt im Tiefkühlfach beruhigt die Wolle ungemein.

Bügeln: Ein heißes Eisen 

Die einen genießen es beinahe als eine schon fast meditative Tätigkeit, für die anderen ist das Bügeln eher eine unvermeidliche, recht anstrengende Arbeit. Zu welcher der beiden Gruppen Sie auch gehören, unsere Tipps, mit denen Sie sich das Bügeln erleichtern können, werden Sie sicherlich interessieren.  

Verwenden Sie warmes Wasser zum Einsprühen der Wäsche, denn das zieht schneller in das Gewebe ein als kaltes. Sollten Ihre Hemden oder Blusen besonders trocken sein, legen Sie die Kleidungsstücke nach dem Befeuchten mit der Sprühflasche für eine halbe Stunde in eine Plastiktüte. Auf diese Weise werden sie gleichmäßig und gründlich durchfeuchtet und lassen sich gut bügeln.  

Bei Monogrammen und Seide sollten Sie darauf achten, immer von links zu bügeln. Es empfiehlt sich, auch Leinen und dunkle Stoffe stets von links zu bügeln, da es andernfalls passieren kann, dass der Stoff zu glänzen beginnt.

Apropos Leinen: Indem Sie bei Leinen ein feuchtes Tuch auf das Kleidungsstück legen, verhindern Sie, dass beim Bügeln unerwünschte blanke Stellen entstehen.

Das selbe Problem, nämlich dass das Material durch das Bügeln zu glänzen beginnt, verhindern Sie auch bei empfindlichen Hosen und Jacken am einfachsten dadurch, dass Sie beim Bügeln immer ein Tuch auf das Kleidungsstück legen.

Das Glätten von Faltenröcken gehört schon wirklich zu den fortgeschrittenen Übungen des Bügelns. Wichtig ist dabei, dass Sie immer vom Bund her bügeln, die Falten möglichst genau aufeinander legen und sie während des Bügelns stets stramm ziehen. Taschen sollten Sie grundsätzlich von außen nach innen bügeln. 

Eine echte Herausforderung ist das Bügeln von Kleidungsstücken mit Schulterpolstern. Das erfordert eine Portion Fingerspitzen- oder besser: Bügeleisenspitzengefühl. Folgende Strategie erleichtert das Ganze erheblich. Drehen Sie das Kleidungsstück und bügeln Sie es von der linken Seite. Ziehen Sie dazu die Schulterteile über die schmale Seite des Bügelbretts und klappen Sie die Schulterpolster weg. Denn es gilt, die Polster aus der Gefahrenzone möglichst herauszuhalten, schließlich kann Schaumstoff sehr schnell schmelzen. Mit der Bügeleisenspitze können Sie jetzt die Ärmelansätze unter den Schulterpolstern vorsichtig glatt bügeln.

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Einlagern - Sommerschlaf

Wenn Sie Ihre Kleidung einlagern wollen, sind Motten die größte Gefahr.

Gott sei Dank können die kleinen Plagegeister viele – für uns wohlriechende Düfte – gar nicht ausstehen.

Geben Sie daher kleine Leinen-Duftsäckchen zwischen Ihre Wäsche, die Sie wahlweise mit den folgenden Ingredienzien füllen können: getrocknete Apfelsinenschalen, Eberraute, Holunderblüten, Kampferlorbeer, Kernseife, Lavendelblätter, Rainfarn, Rosmarin, Steinklee, Waldmeister, Walnussblätter oder Zedernholz.

Verstauen Sie Ihre Kleidung nur frischgewaschen, das schmeckt Motten nicht so recht.

Übrigens "fliegen" die Tierchen nur auf tierische Stoffe. Lagern Sie diese also besonders sorgfältig ein.

Sämtliche pflanzliche Gewebe (wie zum Beispiel Baumwolle) und alle Synthetikfasern bleiben dagegen verschont.

Die Textilien verpacken Sie am besten in Papier- und Plastikbeutel oder schützen Sie mit Leinentüchern.

Bevor Sie die Kleidung einlagern, saugen und waschen Sie Ihren Schrank gründlich aus.

Den Haushaltstipp mit dem Schrankpapier vergessen Sie bitte. Die Schädlinge verstecken sich nur zu gern darunter.